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DIE GRUENE JUGEND WALTROP

GRÜNE JUGEND WALTROP - Jung, grün & stachelig!

Verantwortung zu übernehmen und Spaß zu haben schließen sich bei uns nicht aus.


 Legalize it?
Grüne Jugend läd zur Diskussionsrunde mit Katja Dörner MdB

Bereits im vergangenen Jahr lud unsere Grüne Jugend Waltrop zur Diskussionsrunde über die Vor- & Nachteile einer Legalisierung von Cannabis ein. Auch in diesem Jahr wollen sie das Thema wieder in den Fokus nehmen & mit euch ins Gespräch kommen.
Als besonderen Gast kommt in diesem Jahr Katja Dörner MdB nach Waltrop! 2015 schrieb sie das Cannabiskontrollgesetz - einen Gesetzesentwurf zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Deutschland - & brachte es in den Bundestag ein. Nun ist sie vor Ort, um mit euch in eine tabufreie Diskussion über Cannabiskonsum, das scheitern der Prohibition und die Vor- und Nachteile einer Legalisierung zu führen!

Katja Dörner:
"Die Cannabisprohibition ist gescheitert, es bedarf dringend eines anderen Weges, statt weiter Millionen Erwachsene zu kriminalisieren und hilflos einem ausufernden Schwarzmarkt mit all seinen negativen Folgen entgegenzutreten. Der Dealer fragt nicht nach dem Personalausweis, er sagt nichts zum THC-Gehalt oder gesundheitsgefährdenden Zusätzen wie Blei oder Glas. Erst durch eine kontrollierte Abgabe kann Verbraucher- und Jugendschutz stattfinden."

http://katja-doerner.de/2015/03/04/vernunft-statt-ideologie-das-gruene-cannabiskontrollgesetz/

Termin: Donnerstag 30.6. um 19:00Uhr Ort: Dresdenerstr. 2 in Waltrop > Einkaufsuniversum BROKKEN




Grüne Jugend auf den Spuren des Feldhasen

Annika (24) führt uns durch das Waldgebiet, an dem sie seit Ihrer Kindheit wohnt und welches dem Bau der B474n auf Waltroper Gebiet weichen soll. Sie zeigt uns den Trassenverlauf, vorbei an ihrem Elternhaus, über den Kanal, durch Felder, Wald und Wiesen. Hier ein kurzes Interview mit ihr:
GJ: Liebe Annika, wir befinden uns gerade auf der geplanten Trasse der B474n - mitten im Wald, worin siehst du die Gefahren, wenn die Bäume dem Beton weichen müssen?
Anni: Erst einmal ist bereits viel des hiesigen Waldgebiets dem Bau eine Stromtrasse gewichen. Eine weitere Rodung zugunsten des Straßenbaus wird das hiesige Ökosystem kaum verkraften. Vor noch rund 10 Jahren habe ich jede Menge Hasen, Frösche, Rehe und Weinbergschnecken auf meinen Spatziergängen gesehen. Heute bin ich froh wenn ich überhaupt mal einen Hasenbau sehe, von Rehen etc. ganz zu schweigen.
GJ: In unmittelbarer Nähe der geplanten Trasse befindet sich ein Natur- und Vogelschutzgebiet, wie bewertest du die Abstandsregelung?
Anni: Die Straße ist viel zu nah dran! Nur ca. 500m Abstand - das ist gerade in Bezug auf die nistenden Vögel eine Frechheit. Lärm, Luftverschmutzung und Feinstaub sind doch gerade die Faktoren, die die Vögel auf die rote Liste gedrängt haben. Und son paar Lärmschutzwände werden auch nichts daran ändern, dass die Vögel von ihren Flugrouten, Frischluftströmen und damit von ihren Brutstellen vertrieben werden!
GJ: Dir geht das Thema B474n sehr nahe?!
Anni: Ja natürlich. Mein Vater ist hier aufgewachsen, meine Geschwister und ich sind hier aufgewachsen und meine kleine Tochter soll hier auch unbeschwert aufwachsen können. Aber bereits heute wirken sich die landschaftlichen Veränderungen massiv auf dieses naturbelassene Ökosystem am Rande von Waltrop aus.

Während wir querfeldein laufen treffen wir auf eine Jägerin, die sich als Petra Beckmann vorstellt und uns vor der stattfindenden Fuchsjagt warnt. Wir ergreifen die Chance und kommen mit ihr ins Gespräch:

GJ: Annika hat uns erzählt, dass die Hasen- und Rehpopulation in den letzten Jahren stark zurück gegangen ist, können Sie uns das bestätigen?
Frau Beckmann: Allerdings. Gerade hier hätten die Hasen optimale sandige Bodenbedingungen, um ihre Gänge zu graben, jedoch sehe ich seit einigen Jahren kaum noch Hasen. Das liegt an mehreren Faktoren, der deutlichste ist jedoch die Monokultur auf den Feldern und der damit einhergehende Einsatz von Spritzmitteln: Auf den Feldern wird nur noch Mais angebaut und dieser stark gespritzt, damit das Unkraut nicht wuchert. Leider kann der Fuchs so mühelos durch die Maisreihen schauen und die Hasen haben kaum Deckung. Auch sind die Dünge- und Pflanzenschutzmittel Gift für das Hasenfutter.
Anni: Ja auch bei uns vorm Haus wurde die ehemalige Wildwiese durch Futtermais ersetzt. Das ist auch für die Bienen hier ein Desaster.
Frau Beckmann: Genau richtig! Das ist ein weiteres Thema, welches damit einhergeht. Aber der Einsatz von Spritzmitteln auf den Feldern hat sogar noch eine dritte negative Wirkung: Die hiesigen Häuser hatten bisher ihr Wasser aus einem Brunnen bezogen und waren nicht an das allgemeine Wassernetz angeschlossen. Jährliche Tests haben aber eine so stark verschlechterte Wasserqualität erwiesen, dass wir in Kürze auch an das Gelsenwassernetz angeschlossen werden - unser Grundwasser ist kontaminiert.
GJ: Sie haben die Rehe erwähnt...
Frau Beckmann: Richtig, die hiesigen Rehe finden nicht mehr genug Schutz vor den Menschen, mehrere Rehe sind in diesem Jahr elendig im Kanal ertrunken, weil nicht angeleinte Hunde sie hinein gejagt haben. Früheer durften wir pro Person und Saison 10 Rehe schießen... heute schießen wir obligatorisch eins. Wenn die B474n mit ihrer 100m breiten Trasse kommt, dann werde ich meinen Job und die Tiere ihren Lebensraum verlieren. Leider muss der deutsche Urwald immer neuen Großprojekten weichen.


Mit der Zusage, dass wir uns jederzeit bei ihr melden können, klettert Petra Beckmann wieder in ihren Hochsitz und wir schlendern nachdenklich über die noch bewaldete Trasse zurück.
"Lass uns was zu dem Thema machen - was für Kinder!" sagt Annika und alle lächeln.


Jugend, aber auch Eltern interessieren sich für Legalisierungsfrage

Über 35 Besucher*innen folgten der Einladung der Grünen Jugend und fanden sich am Mittwoch, den 17. Juni in Brokkens Einkaufuniversum ein, um über die Chancen und Risiken einer Cannabislegalisierung in Deutschland zu debattieren. Im Publikum fanden sich viele junge Erwachsene, aber auch Eltern und Jugendliche des KiJuPas, die sich für das Thema interessierten und kritisch hinterfragten:
„Wieso ist Cannabis in Deutschland verboten?“
„Worin besteht die Gefahr von Cannabiskonsum ggü Alkohol?“
„Woran erkenne ich, ob ich abhängig bin?“
„Welche Abgabemenge sieht der Grüne Gesetzentwurf vor und warum gerade diese Grammzahl?“
„Wie gehe ich mit meinem jugendlichen Kind um, wenn es durch Freunde damit Kontakt kommt und Fragen stellt?“
„Wie würde sich eine Legalisierung auf den Konsum in der Bevölkerung auswirken?“
„Wie gehen Menschen, die einen medizinischen Bedarf haben mit der Prohibition um?“

Antworten lieferten Sven Lehmann (Vorsitzender der Grünen NRW) und Peter Appelhoff (DROB Recklinghausen). In Bezug auf die Frage der Legalisierung waren sich beide sehr einig: Eine komplette Freigabe lehnen beide ab, jedoch eine staatlich regulierte Abgabe mit einer vernünftigen Besteuerung befürworten sie. „Gerade im Bereich der Prävention werden mehr finanzielle und personelle Ressourcen benötigt, die Steuereinnahmen aus einem legalen Verkauf könnten hier sehr sinnvoll eingesetzt werden.“ so Peter Appelhoff. „Durch die Legalisierung hätten wir die Chance die Polizei und Justiz drastisch zu entlasten und somit Geld und Personal für andere Aufgaben zu Verfügung.“ ergänzt Sven Lehmann.
Beide betonten aber auch, dass sie keinesfalls Fürsprecher für irgendeine Droge sein wollen, die Realität aber zeige, dass die Menschen sowieso kiffen und der Schutz des Konsumenten und der Konsumentin im Vordergrund stehen müsse: „Die Prohibition ist gescheitert! Jetzt heißt es im Sinne der Konsument*innen zu handeln und verantwortungsbewussten Jugendschutz zu betreiben.“ betont Sven Lehmann und ergänzt: „Die Statistiken zeigen: In Ländern, in denen Cannabis erlaubt wurde, gingen die Konsument*innenzahlen sogar deutlich zurück.“

Die Grüne Jugend freut sich gemeinsam mit Jörg Buxel über die gelungene Veranstaltung. Auch nach dem Ende der offiziellen Debatte wurde vorm Einkaufsuniversum noch über zwei Stunden diskutiert. Diese positive Erfahrung möchte die Grüne Jugend mitnehmen und fortan in regelmäßigen Abständen in ungezwungener Runde zusammenkommen und über das Thema reden und beraten: „Wir sehen den Abend als gelungene Auftaktveranstaltung, um ein regelmäßiges Forum ins Leben zu rufen, wo sich Jugend und Eltern über ihre Erfahrungen, Erlebnisse, aber auch Ängste austauschen können.“ sagt Michael Kampmann von der Grünen Jugend. Auch Peter Appelhoff hat seine Unterstützung für ein solches Vorhaben zugesichert und freut sich über die Initiative der Grünen Jugend ein so kontroverses Thema in den Fokus zu nehmen.
 

GRÜNE JUGEND WALTROP - Jung, grün & stachelig!

Wir, die Grüne Jugend Waltrop, sind ein Zusammenschluss aus jungen Menschen bis 28. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung, für die Demokratisierung aller Lebensbereiche, der Achtung der Grund- und Menschenrechte und für Umwelt - und Naturschutz inklusive der Rechte von Tieren ein. Des Weiteren muss unserer Meinung nach die Stadt Waltrop für junge Menschen dringend attraktiver werden, wir fordern eine jugendfreundliche Kommune, die Wege aufzeigt, anstatt Schranken zu errichten.
Obwohl wir Bündnis 90/Die Grünen nahe stehen, sind wir doch eigenständig und scheuen uns nicht davor, die „Altgrünen“ offen zu kritisieren und eigene Positionen einzubringen. Diese vertreten wir sowohl im Rat der Stadt Waltrop, als auch in Form von gewaltfreien und kreativen Aktionen auf der Straße. Mit unseren Aktionen wollen wir nicht nur auf Missstände in Waltrop aufmerksam machen, sondern auch ein zusätzliches Angebot für die Waltroper Jugend schaffen.
Du bist es leid nur alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Stimmzettel zu machen?!
Du hast Aktionsideen und/oder möchtest an der Verwirklichung einzelner Projekte mitarbeiten?! Du suchst eine Gruppe aus jungen, alternativen Leuten, die was machen statt nur zu meckern?!
-> Dann bist du bei uns richtig. Besuche uns bei unseren offenen Treffen! Eine Mitgliedschaft oder ähnliches ist nicht notwendig - deine Ideen sind uns wichtig! Wir treffen uns alle zwei Wochen Dienstags um 19Uhr in der Jugendetage des Yahoos, um dort über unsere politischen Ziele zu sprechen, konkrete Aktionen zu planen, oder uns einfach in lockerer Runde auszutauschen. Das Prinzip der Basisdemokratie ist für uns Grundbedingung eines jeden Entscheidungsprozesses. Deshalb ist bei uns jede*r willkommen: Stimmrecht hat, wer anwesend ist.